Das Wort #Strategie löst bei vielen Menschen ambivalente Gefühle aus. Einerseits hat man das Gefühl, dass hier wieder ein sogenannter «Papiertiger» produziert wird, der schlussendlich sowieso nicht umgesetzt wird. Andererseits herrscht – das zeigt der heutige Publikationsrhythmus von neuen Lösungen – das Prinzip «Done is better than perfect» vor.

Heisst das aber, dass es keine Strategie braucht? Ich glaube gerade die Umsetzung des Mantras «done is better than perfect» setzt voraus, dass man sich zuerst einige Gedanken dazu machen muss, welche Ziele man mit welchen Massnahmen und Mitteln erreichen will.

Was ist eigentlich eine Strategie?

Mit einer Strategie bestimmt eine Unternehmung (Firma, Verwaltung Institution, Verband), wie sie ihre Ziele erreichen will  – die mittelfristigen (ca. 2–4 Jahre) sowie die längerfristigen (ca. 4–8 Jahre).

Eine Unternehmensstrategie basiert oft auf einer SWOT-Analyse, die den Ist-Zustand eines Unternehmens sowie die absehbaren Veränderungen des Geschäftsumfeld beschreibt. Die Ziele – in der Vision festgehalten – beschreiben den Soll-Zustand.

Bei der Umsetzung der Strategie sind die verfügbaren Ressourcen des Unternehmens und seiner Umgebung zu berücksichtigen: finanzielle – personelle – sachliche – zeitliche.

Die Marketing– sowie die Kommunikationsstrategie leiten sich aus der Unternehmensstrategie ab.

Die Bedeutung von «Done is better than perfect»

plan-do-check-actEs bedeutet, dass man möglichst rasch eine brauchbare Version einer Lösung dem Kunden zur Verfügung stellt, rasch Erfahrungen sammelt und einen ebenso schnellen Verbesserungsprozess in Bewegung setzt.

Dieses Prinzip eignet sich selbstverständlich nicht für alle Produkte oder Projekte eines Unternehmens.

Für den Bereich Social-Media jedoch ist es bestens geeignet. Es ist (fast) unmöglich eine auf Anhieb perfekte Lösung umzusetzen, da sich die Zielgruppen schnell ändern (#socialCustomer), die verfügbaren Möglichkeiten fast täglich erweitert resp. geändert werden.

Was bietet denn eine Social-Media Strategie für eine KMU?

  1. Es ist die Möglichkeit (Chance), sich mit der Thematik «Kundenansprache» und «Kundendialog» auseinander zu setzen;
  2. Es ist die Chance sich intensiver mit dem Aspekt «Kundenorientierung» zu beschäftigen. Dabei gilt es die Dinge aus der Perspektive des bestehenden und zukünftigen Kunden zu betrachten;
  3. Es ist die Möglichkeit herauszufinden, wo sich die bestehenden und zukünftigen Kunden des KMU aufhalten, was sie beschäftigt, worüber sie sich unterhalten untereinander und was sie über das Unternehmen kommunizieren;
  4. Es ist die Chance sich mit Struktur ans Thema heranzutasten und damit die Risiken von Fehlentscheiden und den damit verbundenen finanziellen Risiken zu minimieren;
  5. Der Weg sich mit konkreten und messbaren Zielen auseinander zu setzen;
  6. Schlussendlich liefert es dem KMU einen «Fahrplan» über eine gewählte Zeitperiode, was man genau im Bereich Social-Media umsetzen will.

Welche Fragen müssen in einer Social-Media Strategie beantwortet werden?

In einem weiterführenden, kommenden Beitrag werde ich vertiefter auf diesen Aspekt eingehen.

Als Einstieg auf den kommenden Beitrag, hier einige der zu beantwortenden Fragen:

  • Wer ist/sind meine Zielgruppe/n?
  • Wie/Wo erreiche ich mit Social Media meine Zielgruppe/n?
  • Was möchte ich durch Social Media Marketing erreichen?
  • Welche Ressourcen – sowohl finanziell als auch personell – stehen mir dafür zur Verfügung?
  • Welche Chancen und welche Risiken hat explizit mein Unternehmen in Social Media (Stichwort: SWOT-Analyse)?
  • Wie gehen wir zukünftig mit öffentlicher Kritik um?
  • Wie gehen wir zukünftig mit öffentlichen Kundenwünschen um?
  • Wie gestalten wir unser Social Media Monitoring? 
  • Welche Change Management Massnahmen sind einzuplanen?

Wenn Sie dieses Thema in Ihrem Unternehmen vertiefen wollen, oder den Aufbau einer Social Media Strategie planen, sprechen Sie mich an. Ich helfe Ihnen gern dabei die passende Lösung zu finden.

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